| Träume |

 
Ich bin ein Träumer (außerdem ein Krieger, aber dazu ein andermal). Zumindest manchmal. Meine nächtlichen Träume haben es in sich – ganz zu schweigen von meinen luziden Träumen und dem sporadischen Dämmerzustand untertags, bei dem Realität und unbewusste Gedankenbilder verschmelzen.

Jeder Mensch hat Träume. Jeder Mensch träumt des Nachts. Gelegentlich träumen wir unsere Träume so realistisch, dass wir glauben, sie sind wahr. (Zukunfts-)Träume sind eine wichtige Triebfeder unseres Handelns. Jeder Mensch benötigt (unerfüllte) Träume für ein glückliches und erfülltes Leben. Weshalb? Um nicht die Hoffnung zu verlieren.

Ich möchte hier von meinen nächtlichen und wachen Träumen berichten. Am ausgeruhtesten und tatkräftigsten bin ich, wenn ich lang und ausgiebig geträumt habe. Dabei müssen diese Träume nicht zwangsläufig positiv sein – auch melancholische Nachtgedanken haben den gleichen Effekt. Albträume erlebe ich seit Jahren nicht mehr.
 
Kreativträume
Es geschicht immer wieder, dass ich im (nächtlichen) Traum Ideen für Geschichten, Romane oder sogar Musikstücke finde. Leider gelingt es mir nur selten, die Visionen detailgetreu festzuhalten. Interessant mag sein, dass einige unbekannte Orte oder Personen immer wieder in meinen Träumen erscheinen, manchmal sogar mit einer Botschaft (die ich selten verstehe). Außerdem gibt es bestimmte Szenarien, die ich immer wieder durchlebe – etwa das Durchstreifen einer alten Villa oder den Weltuntergang. Ob mehr dahinter steckt? Keine Ahnung. Riesige, blutende Sonnen oder magische Elbenfrauen sind mir im Alltag noch nicht begegnet.
 
Luzide Träume
Mitunter erlebe ich luzide Träume – das sind Träume, bei denen sich der Schläfer bewusst ist, dass es sich bei dem Geschehen um einen Traum handelt. Solche nächtlichen Visionen sind besonders reizvoll, da ich sie manipulieren und nach meinen Wünschen lenken kann. Auch einen luziden Traum in einem anderen luziden Traum habe ich bereits erlebt; Inception lässt grüßen.
 
Wachträume
Damit meine ich nicht Gedanken während des Wachseins, sondern das Dahindämmern zwischen Traum und Wirklichkeit. Das erste Mal bewusst erlebt habe ich diesen Zustand auf einer BOKU-Exkursion. Ich lag im Bett, schlief jedoch nicht richtig ein, sondern verblieb auf dem schmalen Grad zwischen Schlaf und Wachsein – mit dem Resultat, dass ich meine Zimmergenossen sprechen hörte, gleichzeitig aber hinter meinen geschlossenen Lidern ein Film ablief, der Realität und Vision auf skurrile Weise verknüpfte. Während des Wachtraums wollte ich die Aussagen meiner Freunde kommentieren – doch das Einzige, das über meine Lippen kam, war Kleinkind-Gebrabbel. Schade, oder?

Mittlerweile kann ich diesen Zustand mehr oder weniger bewusst herbeiführen. Interessant dabei ist, dass die Zeit – wie in richtigen Träumen – langsamer verstreicht (eine gefühlte Minute im Wachtraum sind nur wenige Sekunden in der Realität) und ich danach wieder putzmunter bin; ein Effekt, den ich regelmäßig nutze – Stichwort: Powernapping.
 

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